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Hund liegt auf einer Wiese mit Blumen

Große Hunde mit einer tiefen Brust sind gefährdeter als kleine Hunde.

Julia Nobis von tierversicherung.biz
Tiermedizinische Fachangestellte

Die Magendrehung:
Ein akuter Notfall beim Hund

Jeder Tierbesitzer kennt die Situation – es ist Wochenende, der Haustierarzt, dem man vertraut, hat nicht mehr auf und dem eigenen Tier geht es irgendwie nicht gut. Jetzt muss entschieden werden, ob man in die Tierklinik fahren soll oder der Tierarztbesuch bis Montag warten kann. Bei vielen Krankheitsbildern kann man die Zeit zuhause gut überbrücken bis man wieder zu seinem Haustierarzt kommt. Aber es gibt auch einige Notfälle, bei denen es wichtig ist, diese schnell zu erkennen und entsprechend zu handeln. Einer dieser akuten Notfälle ist die Magendrehung bei Hunden, von der wahrscheinlich jeder Hundehalter schon gehört hat, aber nicht unbedingt jedem bekannt ist, wie sie sich äußert.

Die Magendrehung ist ein häufig auftretender und lebensbedrohlicher Notfall, bei dem der Magen überdehnt und sich um seine eigene Achse dreht.

Ursache für die Magendrehung ist meistens unklar


Die Ursache beim Hund ist meistens unklar. Oftmals kommt es zunächst zu einer Magenüberdehnung durch Gasbildung oder zu einer Magenüberladung, nachdem der Hund viel oder vergorenes Futter gefressen hat. Ein gefüllter Magen neigt eher dazu, sich zu drehen.

Die Konsequenz ist, dass nach der Drehung der Mageneingang und Magenausgang zugeschnürt werden, wodurch sich der Magen des Hundes nicht mehr entleeren kann und weiter an Größe zunimmt.

Die Magendrehung beim Hund ist aber nicht durch eine Ursache alleine erklärbar. Tierärzte gehen davon aus, dass es mehrere Ursachen für eine Magendrehung bei Hunden gibt. So sind große Rassen mit einer tiefen Brust häufiger betroffen als kleine Rassen. Um stellvertretend einige Beispiele zu nennen, sind hiervon die Deutsche Dogge, der Boxer, der Berner Sennenhund und auch der Schäferhund häufig betroffen. Zu schnelle Futter- oder Wasseraufnahme mit anschließendem Toben, Stress oder lose Magenbänder können ebenfalls eine Magendrehung begünstigen.

Wie kann man eine Magendrehung beim Hund selber erkennen?

Wenn der Hund eine Magendrehung hat, bemerkt ihr, dass der Hund unruhig wird, oftmals speichelt er und versucht erfolglos zu erbrechen. Auch ein fühlbar aufgeblähter, harter und schmerzhafter Bauch ist ein Anzeichen für eine Drehung des Magens. Er hat durch den aufgegasten Magen Probleme zu atmen und hechelt vermehrt.

Im weiteren Verlauf kommt es zu starken Kreislaufstörungen. Das erkennt ihr daran, dass das Allgemeinbefinden schlechter wird. Der Hund wird schwächer und die Schleimhäute des Hundes blass. Wenn ihr solche Symptome bei eurem Hund beobachtet, solltet ihr umgehend einen Tierarzt aufsuchen, da die Magendrehung unbehandelt innerhalb weniger Stunden zum Tod führen kann.

Wie wird die Magendrehung behandelt?


In der Tierklinik angekommen wird der Bauch eures Hundes schnellstmöglich untersucht und geröntgt. Sollte es sich um eine Magendrehung handeln, wird der Hund umgehend für eine Operation vorbereitet.

Während der Operation dreht der Tierarzt den Magen wieder in die richtige Lage und fixiert ihmnim Bauchraum, um eine erneute Drehung des Magens zu verhindern.

In den ersten Tagen ist eine intensive Überwachung nötig, um möglichen Komplikationen vorzubeugen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Prognose einer Magendrehung beim Hund ist umso günstiger, je schneller der Hund nach den ersten Anzeichen beim Tierarzt vorgestellt wird. Umso wichtiger ist es zu wissen auf welche Symptome zu achten sind, um seine Fellnase im Notfall schnellstmöglich zu einem Tierarzt bringen zu können.

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Magendrehung beim Hund

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