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Junges Pfohlen liegt auf Stroh

Ein schleichendes Hufproblem mit deutlichem Geruch

Weitere Bezeichnungen:
Fäulnis im Strahl, Hufstrahlfäule, bakterielle Hufinfektion

Strahlfäule ist eine bakterielle Infektion der Hufstrahlen deines Pferdes. Die Krankheit entsteht meist durch dauerhaft feuchte und unhygienische Bedingungen – z. B. in nassen Boxen oder matschigen Paddocks. Bakterien, insbesondere Fäulniserreger wie Fusobakterien, zerstören das Strahlhorn.

Typische Anzeichen sind ein fauliger Geruch, schwarze, schmierig-zersetzte Hornpartien und manchmal auch Lahmheit. Ohne Behandlung kann sich die Infektion in tiefere Strukturen ausbreiten.

Die Therapie umfasst vor allem eine konsequente Hufpflege, Desinfektion und das Schaffen trockener Haltungsbedingungen. In schweren Fällen ist eine tierärztliche oder huforthopädische Behandlung nötig.

Junges Pferd mit langer Mähne liegt auf dem Boden

So erkennst du Strahlfäule beim Pferd

  • Lahmheit
  • Fauliger Geruch aus dem Huf
  • schwarze oder schmierige Strahlsubstanz
  • Weich-zersetzte Strahlfurche
  • Schmerz beim Auskratzen
  • Empfindliche Hufe
  • Verkleinerter Strahl
  • Tief eingeschnittene mittlere Strahlfurche

Diese Pferde sind besonders betroffen

Grundsätzlich kann jedes Pferd an Strahlfäule erkranken – besonders gefährdet sind jedoch Pferde, die dauerhaft in feuchten, unhygienischen oder matschigen Umgebungen stehen. Auch Pferde mit engen Strahlfurchen oder schlechter Hornqualität sind anfälliger.

So wird Strahlfäule behandelt

Die wichtigste Maßnahme ist eine trockene, saubere Haltungsumgebung. Der Huf muss gründlich gereinigt und von fauligem Material befreit werden – idealerweise durch den Hufschmied. Danach kommen desinfizierende Mittel wie Jodlösungen, Kupfersulfat oder spezielle Hufgele zum Einsatz. In schwereren Fällen ist ein tierärztliches Eingreifen nötig, vor allem wenn die Infektion tief ins Gewebe vorgedrungen ist. Der Heilungsprozess kann mehrere Wochen dauern, regelmäßige Kontrolle ist entscheidend.

Tägliches Auskratzen und gründliches Trockenhalten des Hufes.

Anwendung von Kupfersulfat, Jodsalbe oder medizinischen Strahlpflegemitteln.

Entfernung von fauligem Horn durch den Hufschmied zur Förderung gesunden Nachwuchses.

Was Du selbst tun kannst

Tägliche Hufpflege ist das A und O: Entferne sorgfältig alle Verschmutzungen, achte besonders auf die Strahlfurchen. Lass dein Pferd möglichst trocken stehen – eine saubere Box und regelmäßiges Abmisten sind entscheidend. Matschige Paddocks solltest du mit Drainagen oder Einstreu trockenlegen.

Unterstützend kannst du desinfizierende Hausmittel wie verdünnte Jodlösung oder Kupferlösungen auftragen – aber nur nach Rücksprache mit dem Schmied oder Tierarzt. Beobachte die Hufe regelmäßig und achte auf Geruch oder Verfärbungen. Eine regelmäßige Bearbeitung durch einen erfahrenen Hufschmied hilft, Problemen vorzubeugen.

Prognose bei Strahlfäule

Wird Strahlfäule früh erkannt und konsequent behandelt, ist die Prognose sehr gut.

Innerhalb weniger Wochen regeneriert sich der Strahl meist vollständig. Bleibt die Erkrankung jedoch unbehandelt oder wird die Haltung nicht verbessert, kann sie chronisch werden und zu dauerhaften Schäden an der Hufstruktur führen.

In schweren Fällen kann Lahmheit entstehen – dann ist tierärztliche Unterstützung unerlässlich.

Hufe eines Pferdes werden ausgescharrt
Nahaufnahme von zwei Pferdehufen.

Das kostet die Behandlung von Strahlfäule

Die Behandlungskosten variieren je nach Schweregrad und Behandlungsaufwand.

Hufbearbeitung durch Schmied
30 – 60 EUR

Desinfektionsmittel und Pflegeprodukte
10 – 30 EUR

Tierärztliche Behandlung bei tiefen Infektionen
100 – 250 EUR

Kann ich mein Tier versichern?

Nach dieser Erkrankung kann Dein Tier in der Regel versichert werden. Allerdings musst du mit Ausschlüssen bei den Versicherungsleistungen rechnen. Dann ist es wichtig genau zu prüfen, ob der Versicherungsschutz für Dich und Dein Tier trotzdem sinnvoll ist.

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Weitere Informationen zur Strahlfäule beim Pferd

Wie entsteht Strahlfäule beim Pferd?

Strahlfäule ist eine bakterielle Erkrankung des Hufstrahls, die fast ausschließlich unter schlechten Haltungsbedingungen entsteht. Feuchtigkeit, mangelnde Hufpflege und unhygienische Einstreu schaffen ein ideales Milieu für Fäulnisbakterien. Besonders häufig betroffen sind Pferde, die lange in nassen Boxen stehen oder auf matschigen Weiden gehalten werden. Auch tiefe Strahlfurchen und enge Hufe begünstigen die Entstehung.

Symptome und Verlauf im Blick behalten

Zu den ersten Anzeichen zählen ein unangenehmer, fauliger Geruch aus dem Huf sowie eine schwarze, schmierige oder matschige Strahlsubstanz. Die mittlere Strahlfurche wirkt eingeschnitten oder ist kaum tastbar. Manche Pferde zeigen Empfindlichkeit beim Auskratzen oder Lahmheit. Ohne Behandlung kann sich die Fäulnis auf weitere Strukturen ausbreiten – das führt im schlimmsten Fall zu Entzündungen bis in die Lederhaut.

Behandlungsmethoden und unterstützende Pflege

Die konsequente Reinigung des Hufes ist der erste Schritt zur Heilung. Alles faulige Horn muss entfernt werden – das sollte von einem Fachmann durchgeführt werden. Danach helfen desinfizierende Mittel, den Erregern den Nährboden zu entziehen. Gleichzeitig muss die Haltungsumgebung verbessert werden: trockene Einstreu, saubere Ausläufe und regelmäßige Pflege sind entscheidend. In schweren Fällen kann der Tierarzt zusätzlich Medikamente verabreichen.

Wie du Strahlfäule langfristig vorbeugst

Vorbeugung beginnt mit täglicher Hufkontrolle und der richtigen Haltungsumgebung. Vermeide feuchte Untergründe und achte auf gute Hygiene in Box und Auslauf. Plane regelmäßige Hufbearbeitung durch den Schmied ein und sei aufmerksam bei Veränderungen des Hufgeruchs oder -aussehens. So kannst du Strahlfäule frühzeitig erkennen und langfristig verhindern.

Hellbraunes Pferd läuft über die Weide

Die wichtigsten Fragen zur Erkrankung

Wir haben die häufigsten Fragen unserer User für Dich zusammengestellt.

Strahlfäule ist eine bakterielle Infektion des Hufstrahls. Sie entsteht durch Feuchtigkeit und mangelnde Hufpflege und führt zur Zersetzung des Strahlhorns.

Ein fauliger Geruch aus dem Huf, schwarze oder schmierig-weiche Strahlsubstanz und Empfindlichkeit beim Hufauskratzen sind typische Anzeichen. In schweren Fällen kann Lahmheit dazukommen.

Nein – Strahlfäule ist nicht ansteckend. Sie entsteht individuell durch ungünstige Umweltbedingungen und mangelnde Pflege.

Der Huf wird gründlich gereinigt, fauliges Horn entfernt und der Bereich mit desinfizierenden Lösungen behandelt. Wichtig ist auch eine trockene und saubere Umgebung.

Bei frühzeitiger Behandlung sind oft nach 2–4 Wochen deutliche Verbesserungen sichtbar. In schweren Fällen kann die Regeneration mehrere Monate dauern.

Achte auf tägliche Hufpflege, halte Stall und Ausläufe trocken und trage bei Bedarf Desinfektionsmittel auf. Lass deinen Schmied regelmäßig kontrollieren.

Verdünnte Jodlösungen oder Kupfersulfat können unterstützend wirken – aber bitte nur nach Absprache mit Fachleuten verwenden.

Ja – auch im Sommer kann sie entstehen, etwa bei feuchten Wiesen, Schlamm oder übermäßiger Schweißbildung im Huf.

Wenn dein Pferd lahmt, starke Schmerzen zeigt oder die Strahlfäule trotz Pflege nicht abheilt, solltest du unbedingt tierärztlichen Rat einholen.

Ja – wenn Strahlfäule unbehandelt bleibt, kann sie tiefer ins Gewebe eindringen und bleibende Schäden verursachen. Eine frühzeitige Therapie ist deshalb entscheidend.

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