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Golden Retriever Welpe liegt und wird untersucht

Bis 1960 die verlustreichste Virusinfektion des Hundes

Weitere Bezeichnungen:
Hunde-Staupevirus, Canine distemper, Carrésche Krankheit

Staupe ist eine gefährliche Viruserkrankung, die neben dem Hund auch noch andere Tiere wie Füchse, Marderhunde, Waschbären Frettchen, Nerze, Wölfe, Wiesel und Otter betreffen kann. Das Virus ist hochansteckend und es gibt bis heute keine Therapie, um es zu bekämpfen.

Der Verlauf der Infektion kann mild oder schwer sein. Das Krankheitsbild ist abhängig davon, wo sich das Virus manifestiert und die Symptome können einzeln, gemeinsam oder nacheinander auftreten. Es können verschiedene innere Organe, das Nervensystem und die Augen betroffen sein.

Bei einer Infektion vermehren sich die Viren zunächst in den Lymphknoten der Bronchien und im Rachenraum. Danach gehen sie ins Knochenmark und Lymphgewebe und anschließend in die Schleimhäute der Atemwege, Verdauungstrakt sowie in die Harn- und Geschlechtsorgane. Des Weiteren wird das Nervengewebe des Hundes von Viren besiedelt.

Heller Hund mit rauer, roter Haut und verklebten Augen

Um das Staupevirus zu diagnostizieren, entnimmt der Tierarzt einen Abstrich von der Schleimhaut des Hundes, wodurch sich dann das Virus nachweisen lässt.

2019 wurden viele Fälle von Staupe bei Füchsen bekannt.

Übertragbarkeit:

Das Staupevirus ist hochansteckend und wird über Körperflüssigkeiten, wie Speichel, Kot, Urin oder Nasen- und Augensekret übertragen. Auch eine Übertragung über kontaminierte Gegenstände wie Körbchen oder Decken ist möglich, da der Erreger über mehrere Tage in seiner Umwelt infektiös bleiben kann.
Die Inkubationszeit beträgt 3 - 6 Tage. 8 Tage nach Ansteckung wird der Erreger vom Tier ausgeschieden.

  • Übertragbar von Hund zu Hund

So erkennst du eine Staupe Infektion

  • Fieber
  • Erbrechen (Vomitus)
  • Appetitlosigkeit
  • Abmagerung
  • Husten
  • Lähmungen
  • Durchfall (Diarrhoe)
  • Atemnot
  • Dehydration
  • Eitriger Nasenausfluss
  • Augenausfluss
  • Verhornung von Nase und Zehenballen (Hard Pard Disease)
  • Epileptische Anfälle

Diese Rassen sind besonders betroffen

Grundsätzlich kann sich jeder Hund, jeder Rasse mit dem Hunde-Staupevirus infizieren. Besonders gefährdet sind aber Junghunde und Hunde ohne Impfschutz.

So wird Staupe Behandelt

Es gibt bis heute noch keine Möglichkeit das Staupevirus gezielt zu behandeln. Der Tierarzt behandelt im Fall einer Infektion die Symptome und verabreicht dem Hund über mehrere Wochen Antibiotikum, um Nebeninfektionen zu vermeiden.

Je nachdem was für Symptome das Tier zeigt, kann es Notwendig sein, dass eine Infusion verabreicht werden muss.

Was Du selbst tun kannst

Um Deinen Hund vor einer Erkrankung mit dem Staupe Virus zu schützen, gibt es eine wirksame Schutzimpfung, die Dein Hund bereits mit der 8. Woche das erste Mal vom Tierarzt bekommt. Nach vier Wochen wird der Impfschutz noch einmal aufgefrischt und hält dann ein Jahr. Da die meisten Infektionen bei Hunden innerhalb der ersten 6 Monate auftreten, ist der richtige Impfschutz hier essenziell.
Mit der Impfung nach einem Jahr ist die Grundimmunisierung dann abgeschlossen und die Impfung muss je nach Impfhersteller dann circa alle drei Jahre aufgefrischt werden, um dem Schutz aufrecht zu erhalten.

Prognose für das Hunde-Staupevirus

Die Prognose ist abhängig von der Schwere des Verlaufes. Auch bei einem milden Verlauf ist die Prognose vorsichtig zu stellen.

Wenn das Nervensystem des Hundes betroffen ist, sind die Überlebenschancen sehr gering oder es kommt zu schweren Folgeschäden im Gehirn und zur Ausbildung eines nervalen Schadens (Staupe-Tick).

Die meisten schweren Verläufe treten bei Welpen und ungeimpften Tieren auf, die dann oft tödlich enden.

Zwei schwarze Welpen in liegen Krank in einer Box mit Infusion am Bein
Hund liegt auf der Couch mit einer Decke

Das Kostet die Behandlung einer Staupe-Infektion

Da es keine gezielte Therapie der Staupe gibt, wird der Hund symptomatisch behandelt und mit Medikamenten versorgt. Was für Kosten bei der Behandlung entstehen kommt dann darauf an, was das Tier für Symptome hat und ob es stationär beim Tierarzt versorgt werden muss.

Unsere Angaben dienen lediglich als Orientierungshilfe.

Kosten einer Impfung

50 - 80 EUR

Kosten der Behandlung

200 - 700 EUR

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Weitere Informationen zum Hunde-Staupevirus

Beschreibung
Das Hunde-Staupevirus ist ein Paramyxvirus (RNA-Virus) und ähnelt dem Masernvirus beim Menschen.
Das Virus kommt weltweit vor und tritt bei Caniden (Hunde, Wölfe, Füchse etc.), Procyoniden (Waschbären, Pandas etc.) und Musteliden (Marder, Frettchen etc.) auf. Auch Robben und Großkatzen können betroffen sein.  

Die Infektion kann in vier Krankheitsverläufe unterschieden werden:

1. Gastrointestinale Form (Magen und Darm betreffend)
2. Respiratorische Form (die Atemwege betreffend) 
3. Die nervöse Form der Staupe
4. Hard pad disease (Hartballenform)
5. Katarrhalische Form
6. Pneumonische Form (die Lunge betreffend)

In den meisten Fällen endet die Staupe Infektion tödlich. Sollte es aber dazu kommen, dass ein Tier die Ekrankung überlebt, können einige an Spätfolgen zurückbleiben:

1. Schäden am Verdauungsapparat
2. Staupegebiss (wenn der Zahnwechsel noch nicht abgeschlossen war)
3. Nervöse Ticks und Anfälle (Staupe-Tick)
4. Hyperkeratose (Hard pad disease)
5. Schäden an Herz und Lunge
6. Erblindung und Hornhautschäden an den Augen

Ursache
Ursächlich für die Infektion ist das Staupevirus, ein Morbillivirus aus der Familie der Paramyxoviridae. Das Virus ist in der Lage, Blutzellen zu verklumpen.

Risikofaktoren
Besonders gefährdet sind Hunde zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat, sowie Hunde ohne ausreichenden Impfschutz und welche mit vermindertem Immunsystem.

Häufig wird das Staupevirus von ungeimpften Welpen aus dem Ausland mitgebracht und bricht dann durch Stress hier aus.

Pathologie
In der Pathologischen Untersuchung zeigen sich je nach Form der Staupe mehrere Befunde:

  • Pneumonie (Lungenentzündung)
  • Konjunktivitis (Bindehautentzündung)
  • Schwellung und Ödematisierung vor allem zervikaler und mesenterialer Lymphknoten und des lymphoretikulären Gewebes der Darmschleimhaut
  • Pulpöse Hyperplasie der Milz
  • Umfangsvermehrte und gerötete Tonsillen
  • Eitrigen Pleuritis
  • Akute katarrhalische Enteritis
  • Im Kleinhirn, Hirnstamm und in den Großhirnhemisphären lokalisierten Meningoenzephalomyelitis
  • Im Kleinhirn auftretende Entmarkungsenzephalitis
  • Demyelinisierung
Brauner Hund wird von seiner Besitzerin auf die Stirn geküsst

Die wichtigsten Fragen zur Erkrankung

Wir haben die häufigsten Fragen unserer User für Dich zusammengestellt.

Ja, je nachdem was für ein Verlauf der Hund hat, kann eine Staupe Infektion tödlich enden. Meistens treten die schweren Verläufe bei Jungtieren und ungeimpften Hunden auf.

Bislang gibt es keinen bekannten Fall, in dem sich ein Mensch mit dem Staupevirus infiziert hat.

Ja es gibt eine Impfung gegen Staupe, die Du Deinem Hund beim Tierarzt verabreichen lassen kannst.

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