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Schwarzer Katze wird der Blutdruck gemessen

Verursacht still und leise schwere Schäden

Weitere Bezeichnungen:
Hypertonie, Feline systemische Hypertension

In über 80% der Fälle ist ein erhöhter Blutdruck die Folge einer anderen Grunderkrankung. Daher unterscheidet man zwischen einer primären und einer sekundären Hypertonie. Häufig liegt die Ursache in einer vorhandenen Nierenerkrankung. Eine Stoffwechselstörung wie Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) können ebenfalls der Auslöser sein.

Die Symptome sind sehr unspezifisch und kommen schleichend, weswegen für Besitzer meist keine oder nur leichte Veränderungen zu erkennen sind. Deshalb wird die Krankheit oft erst sehr spät bemerkt und hat währenddessen schon schwere Schäden an Augen, Herz, Nieren und dem Nervensystem verursacht. Plötzliche Erblindung ist die häufigste Folge von Bluthochdruck.

Eine Hypertonie wird über eine Blutdruckmessung diagnostiziert. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, ist es wichtig, dass die Katze so wenig Stress wie möglich hat, da bei Stress der Blutdruck ansteigt und keine Aussage über den tatsächlichen Wert getroffen werden kann (White-Coat-Effekt). Daher sollte sich die Katze im Behandlungsraum zunächst etwas akklimatisieren und sich an ihre Umgebung gewöhnen.

Katze bekommt von einer Tierarzthelferin den Blutdruck gemessen

Bei der Messung wird die Blutdruckmanschette entweder am Schwanz oder an der Vordergliedmaße angelegt. Es werden ungefähr 5 Messungen durchgeführt und daraus der Mittelwert berechnet.

Der Normalwert bei gesunden Tieren liegt zwischen 120 und 140 mmHg. Ab einem Wert von über 160 mmHg spricht man von erhöhtem Blutdruck.

So erkennst du Bluthochdruck

  • Apathie (Bewusstseinsstörung)
  • Appetitlosigkeit
  • Krampfanfälle
  • Gewichtsverlust
  • Plötzliche Erblindung
  • Häufiges Miauen
  • Unsicherer Gang
  • Blutungen im Auge
  • Weitstellung der Pupille (Mydriasis)
  • Netzhautablösungen

Diese Rassen sind besonders betroffen

Grundsätzlich kann jede Katze, jeder Rasse und jeden Alters betroffen sein. Besonders häufig leiden aber Katzen ab einem Alter von 7 Jahren an erhöhtem Blutdruck.

So wird Bluthochdruck Behandelt

Die Behandlung der Erkrankung ist abhängig davon, ob es sich um eine primäre oder sekundäre Hypertonie handelt. Liegt die Ursache in einer anderen Erkrankung, muss diese behandelt werden und der Blutdruck reguliert sich in der Regel wieder.
Wenn keine Ursache gefunden wird oder der Blutdruck trotz Behandlung der Grunderkrankung nicht genügend sinkt, muss der Blutdruck mit einem Blutdrucksenkenden Medikament behandelt werden.

Was Du selbst tun kannst

Da die Symptome bei einem erhöhten Blutdruck oft erst zu erkennen sind, wenn die Krankheit schon erhebliche Schäden verursacht hat, ist es sehr schwierig ihr vorzubeugen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Du Deine Katze regelmäßig beim Tierarzt vorstellst. Es wird empfohlen ab einem Alter von 7 Jahren einen jährlichen Blutcheck sowie den Blutdruck kontrollieren zu lassen. So hat man die Möglichkeit, Veränderungen zu erkennen und diesen frühestmöglich entgegenzuwirken. Sollte Deine Katze bereits an Bluthochdruck leiden, sollte dieser engmaschig kontrolliert werden.

Um den Stress für Deine Katze auf dem Weg zum Tierarzt und beim Blutdruck messen so gering wie möglich zu halten und somit korrekte Ergebnisse zu erhalten kannst Du einige Dinge beachten:

  • Gezieltes Katzenkorbtraining hilft dabei, Deine Katze ohne große Aufregung in die Transportbox zu setzen
  • Lege immer eine gemütliche Decke in die Transportbox
  • Zusätzlich sollte noch eine Decke von außen über die Transportbox gelegt werden, um dem Tier Sicherheit zu vermitteln
  • Sprühe die Decken mit Pheromonen ein, diese helfen Deiner Katze sich wohlzufühlen
  • Im Wartezimmer des Tierarztes sollte Deine Katze in ihrer Box nicht auf dem Boden stehen, sondern immer auf dem Schoß oder einem Stuhl
  • Achte darauf, dass die Tierarztpraxis katzenfreundlich arbeitet

Prognose bei Bluthochdruck

Grundsätzlich ist die Prognose bei Bluthochdruck für das Tier günstig. Es kommt jedoch immer darauf an in welchem Stadium die Erkrankung entdeckt wird und welche Schäden diese bereits verursacht hat. 

Leidet eine Katze jedoch dauerhaft unter Bluthochdruck hat das eine Reihe an Folgeerkrankungen zur Folge. Hierzu gehören unter anderem schwere Herzschäden, Nierenschäden, Erblindung, Hirnödeme oder Hirnblutungen, die wiederrum zu Ausfallserscheinungen wie beispielsweise Krampfanfällen oder einem Unsicherem Gang führen.
Des Weiteren kann es zum Tod des Tieres kommen.

Katze ist auf einem Auge blind und liegt auf einer roten Decke
Getigerte Katze schläft gemütlich auf einer Decke

Das Kostet die Behandlung von Bluthochdruck

Da es sich in den meisten Fällen um eine sekundäre Hypertonie handelt, muss die Grunderkrankung behandelt und die Kosten zusätzlich berücksichtigt werden.

Die Kosten setzen sich aus den zu verabreichenden Medikamenten und regelmäßigen Blutdruckkontrollen zusammen.

Unsere Angaben dienen lediglich als Orientierungshilfe.

Gesamtkosten der Behandlung pro Jahr

200 – 400 EUR

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Weitere Informationen zu Bluthochdruck

Beschreibung
Der Blutdruck entsteht durch das Zusammenziehen (Systole) und die Erschlaffung des Herzmuskels (Diastole) sowie dem Widerstand der Gefässwände.
Er stellt die Blutzirkulation im gesamten Organismus sicher und versorgt ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Ursache
In über 80% der Fälle von Bluthochdruck liegt die Ursache in einer anderen Grunderkrankung. Ursachen von Hypertonie können sein:

  • Niereninsuffizienz (häufigste Ursache)
  • Diabetes mellitus
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Übergewicht
  • Schmerz
  • Medikamente die den Blutdruck steigern
  • White-Coat-Effekt (durch Aufregung kann der Blutdruck auf über 200 mmHg ansteigen)

Risikofaktoren
In den meisten Fällen steht Bluthochdruck in Verbindung mit einer anderen Krankheit. 
Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz und Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) gehören zu den Risikofaktoren.

Besonders häufig sind Katzen ab einem Alter von 7 Jahren von Bluthochdruck betroffen.

Pathologie
In der Folge eines dauerhaft erhöhten Blutdruckes können lebenswichtige Organe ihre Funktionen nicht mehr ausüben und es entstehen irreparable Schäden.
Am stärksten betroffen sind hierbei die Augen, das Herz, das Gehirn und die Nieren.

Beige Main-Coon Katze wird mit einem Stethoskop abgehört

Die wichtigsten Fragen zur Erkrankung

Wir haben die häufigsten Fragen unserer User für Dich zusammengestellt.

Der Blutdruck wird mithilfe einer Blutdruckmanschette gemessen, die entweder an der Vordergliedmaße oder am Schwanz befestigt wird. Es werden mehrere Messungen durchgeführt und daraus dann der Mittelwert berechnet.

Eine gesunde Katze hat normalerweise einen Blutdruck zwischen 140 und 160 mmHg. Dieser ist jedoch von Tier zu Tier unterschiedlich und es kann beispielsweise in Stresssituationen zu extremen Schwankungen kommen.

Leidet eine Katze dauerhaft an einer starken Hypertonie, kann sie an deren Folgen versterben.

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