Interview mit Anette Rehm von Geld-Magazin.de

 

Gute Geld-Informationen, Spar-Tipps und „dass Sie mehr von Ihrem Geld haben“ verspricht das Portal Geld-Magazin.de. Wie soll das denn gehen? Wir fragen Anette Rehm von Geld-Magazin.de

Mehr von seinem Geld hätte natürlich jeder gern! Welche aktuellen Tipps hätten Sie denn?
Wo anfangen? Das ist ein sehr weites Feld! Als Erstes: Die Anlagezinsen sind zur Zeit gering, also lieber Darlehen zurückführen. Vor dem Abschluss einen Finanzproduktes die Konditionen – und zwar alle wesentlichen Aspekte! – vergleichen. Nicht den ersten besten Anbieter bei Strom, Gas, Urlaubsreisen usw. nehmen, sondern auch hier vergleichen. Das kostet etwas Zeit, bringt aber viele Euros!

Was meinen Sie mit „alle wesentlichen Aspekte“? Beispiel?
Das klassische Beispiel ist das Girokonto. Die Deutschen lassen sich eher scheiden, als ihr Girokonto zu wechseln! Dabei ist es einfach: Stellen Sie fest, wie hoch Ihre Kontogebühren pro Monat sind. Und wie hoch Ihr durchschnittliches Guthaben. Nicht vergessen: Wie häufig sind Sie im Minus? Und haben Sie häufiger gebührenpflichtige Sonderposten (z.B. heben Sie oft an fremden Geldautomaten ab)? Danach sollten Sie – wenn Ihr jetziges Konto teuer abschneidet – vergleichen: Viele Banken bieten z.B. einen Guthabenzins, langen aber bei der Kontoüberziehung massiv hin. Oder haben wenig Geldautomaten, sodass Sie im Monat immer nochmal ein paar Euro drauflegen müssen…

Thema Vergleichsrechner – da hört man über viel Schindluder?
Das ist leider richtig, nicht alle Vergleichsrechner sind vollständig und objektiv. Manche enthalten ausschließlich diejenigen Anbieter, die für die Präsenz oder die Vermittlung eines Interessenten zahlen. Andere bilden nur einfache Ranglisten, statt qualifizierte – zum Beispiel bei der Baufinanzierung einfach nut „Bestkondition“ statt nach verschiedenen Beleihungsausläufen. Wieder andere übernehmen ohne Prüfung die Anbieterangaben, sodass Lockvogelpreise oder Schaufensterzinsen, die kein „normaler Privatmensch“ erhält, gelistet werden. Daran erkennen Sie objektive und gute Vergleichsrechner:        

  • Sie können individuelle Rankings nach ihren Bedürfnissen erzeugen – wichtig insbesondere bei der Baufinanzierung, wo es viele Zinsaufschläge wegen Beleihungsgrenzen, Bonität u.a.m. gibt.
  • Eine möglichst hohe Anbieter-/Ergebniszahlen ist gelistet – Rechner mit nur 5 bis 10 Anbietern z.B. im Geldanlagebereich sind unvollständig·        
  • Sie können nach verschiedenen Kriterien selektieren, und sehen auch, wer hinter den Rechnern steckt. Handelt es sich um einen renommierten Namen, der wegen Unabhängigkeit bereits getestet und für gut befunden wurde, oder um einen Rechner „Marke Eigenbau“? Von letzterem ist auszugehen, wenn nichts anderes genannt wird.

Thema Banken – seit Monaten stark in der Kritik. Was ärgert Sie persönlich am meisten?
Wenn Produkte oder Beratung nicht offen, ehrlich und transparent sind. Wir testen ja viele Finanzprodukte, und wenn man schon sieht, hier ein Sternchen, da eine Einschränkung, hier ein “den Zins gibt es aber nur bei und wenn“ …das halte ich schon fast für Täuschung. Ein Musterbeispiel dafür war das Postbank Gewinnsparen. Oder wenn in der Beratung bewußt mit Fachausdrücken um sich geworfen wird, und der Kunde sich oft nicht traut nachzufragen … dafür dann aber nicht erwähnt wird, dass das Produkt nicht der Einlagensicherung unterliegt. Das ist fahrlässig. Aber dafür haben die entsprechenden Banken ja jetzt in Urteilen ihre Quittung erhalten und müssen Schadenersatz leisten!

Haben Sie weitere Tipps?Gehen Sie einmal kritisch alle Ihre Ausgaben durch. Sowohl die regelmässigen, fixen, als auch Tagesausgaben. Sie werden überrascht sein. Viele Haushalte sind falsch oder überversichert, da kann man locker bis zu 400 Euro im Jahr sparen. Und damit meine ich nicht die absolut notwendige Hundehalterhaftpflicht! Und bei den täglichen Ausgaben – z.B. jeden Tag einen Coffee to go macht im Monat auch schon über 50 Euro Einsparpotenzial …

Haben Sie nur Finanzprodukte oder Spartipps?
Nein, wir beleuchten alle Aspekte des „privaten Lebens“ – immer unter dem Geld-Blickwinkel. Also auch Auto, Lifestyle (da haben wir übrigens auf vielfachen Wunsch die Rubrik Tiere aufgenommen, gestartet waren wir „ohne“), Einkaufen natürlich, Reisen, Technik und Hobby.

Hobby? Was hat das denn mit Geld zu tun?
Viele Leute sammeln etwas. Wir haben jeden Monat ein Hobby, und sagen, wieviel Geld es kostet, ob es sich lohnt, wo man neue Sammelstücke herkriegt, und ob Wertsteigerungen / Einkünfte zu erwarten sind. Die Bandbreite geht von Überraschungseierfiguren sammeln bis hin zu Hundesport! Für neue Vorschläge sind wir übrigens immer dankbar ….

Wer sollte nun regelmäßig in Geld-Magazin.de hereinschauen?
Otto Normalverbraucher. Jeder hat Bedarf an guten Geld- und Spar-Tipps. Wir wenden uns bewußt nicht an „Börsenprofis“ oder Finanzexperten. Unser Ziel ist, auch schwierige, komplexe Sachverhalte einfach und verständlich darzustellen. So haben wir neulich das Lob eines Users erhalten: er hätte jetzt endlich verstanden, was „managed Futures“ seien. Und ein anderer hat geschrieben, dass seine Sparkasse auf mehrere tausend Euro Vorfälligkeitsentschädigung verzichtet hat, nachdem er bei uns ein wichtiges Urteil dazu gefunden hatte.

 

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